Kronenburg: Eine Perle der Eifel

 

Ein pittoreskes Burgdorf mit Eisenhütten, Schulen für Malerei und jeder Menge Freizeitvergnügungen im Umland – so präsentiert sich der Ort Kronenburg seinen Besuchern und wer hier ganz in der Nähe der Eifel ausspannen, wandern oder auf historischen Spuren wandeln möchte, ist an der richtigen Adresse. Kronenburg ist ein anerkannter Erholungsort und befindet sich in einer Höhe von 591 Metern auf den Wipfeln der Felsen. Im Tal liegt die Kyll und das umgebende, schroffe Gelände von Kronenburg beeindruckt nicht nur den Aktivurlauber auf einer Wander- beziehungsweise Radtour.

Ein 700 Jahre altes Städtchen

Zweifellos lag die herausragende strategische Bedeutung von Kronenburg in der örtlichen Rundumsicht: Die Burganlage auf der Anhöhe überblickt das Kylltal nahezu vollständig und so wurde im Jahre 1277 ein Stützpunkt die die regionalen Herrscher errichtet. Diese regierten damals von Luxemburg bis nach Düren und in die Südeifel, was Kronenburg zu einem wichtigen Zentrum für Verwaltung und auch für die Verteidigung machte. Als die Herrschaften und deren Stamm schließlich im späten Mittelalter ausstarben, ließen sich weniger bedeutende Adelshäuser in Kronenburg nieder, die Burganlage wurde nicht mehr sonderlich weiterentwickelt und begann in späteren Jahrhunderten zu verfallen. Auch der Klerus bemühte sich vor Ort in Form des Johanniterordens um seine Schäfchen, davon zeugen beispielsweise die örtliche Pfarrkirche und das architektonische Kleinod der Kapelle von St. Brigida.

Später wurde in Kronenburg intensiv Eisen verarbeitet, die Bergwerke im Umland brachten den Rohstoff zur Verhüttung unterhalb der Burganlage. Für beinahe 400 Jahre waren mehrere Hütten in Betrieb und prägten zunehmend das Ortsbild, ein Stadtteil heißt deshalb heute noch Kronenburgerhütte. Als der Stahl nicht mehr so viel gehärtet wurde, ging es auch in Kronenburg mit den Hütten und Arbeitsplätzen bergab und heute sind es vor allem die Touristen, die hier auf Spurensuche gehen.

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Sehenswürdigkeiten vor Ort

Natürlich steht die Burganlage selbst im Mittelpunkt eines jeden Besuchs von Kronenburg. Der Burgring ist hervorragend erhalten, der Einsatz mit der Kirche ist malerisch und auch heute sind einige Fachwerkhäuser in der Anlage vorhanden. Dazu empfiehlt sich aber vor allem ein Besuch der Hütten wie beispielsweise eines Kalkbrennofens in der Nähe, hier lässt sich einiges über die Verarbeitung von Metallen in der Region lernen.

Zu Beginn der 1930er Jahre wurde ein sehr schnell sehr bekannte Malerschule in Kronenburg ins Leben gerufen. Später diente der Komplex an Gebäuden als Wanderherberge, doch die Tradition der Lehre lebt weiter in einer offiziellen Bildungseinrichtung. Wer sich für die große Tradition der Kunst in Kronenburg interessiert, der besucht am besten die einstige Meisterschule, wo sich zum Beispiel die Werke von Rolf Dettmann in Augenschein nehmen lassen.